Rauchmelder


Die gefährlichsten Mythen:

Wenn es brennt, habe ich mehr als 10 Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen.

Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren.

Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher.

Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann sogar bereits nach zwei Minuten tödlich sein.
Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur zwei Minuten Zeit hat - besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläftt und das Haustier im Nebenzimmer ist.
Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet.

BRANDTOTE SIND RAUCHTOTE

Drei Viertel aller Opfer von Wohnungsbränden sterben an Rauchvergiftung. Die meisten Brandofper fallen dem Rauch im Schlaf zum Ofer.

Was Sie über einen Zimmer- oder Wohnungsbrand wissen sollten:

Rauch ist schwarz

Sie werden nichts sehen. Selbst in Ihrer gewohnten Umgebung werden Sie die Orientierung verlieren. Sie geraten in Panik!

Nachts schläft auch der Geruchssinn

Die meisten Feuer beginnen mit einer Schwelphase. Der Rauch verteilt sich unbemerkt in der ganzen Wohnung. Das geruchlose Kohlenmonoxid (CO) und -dioxid (CO2) im Rauch wird Sie einschläfern, bewegungsunfähig und schon nach drei Atemzügen bewusstlos machen.
Bereits zehn Atemzüge sind tödlich.
Die nächtlichen Brandofer schlafen in den Tod.

Die Hitze wird Sie töten

Der Körper hört auf zu funktionieren. Bei +65°C Rauch-/Gastemperatur verdampfen Ihre Lungen. Während eines Feuers entstehen innerhalb kürzester Zeit Temperaturen von mehreren +100°C.

Zeit - Sie haben keine Zeit

Die Fluchtzeit, nachdem Sie durch einen Rauchmelder gewarnt wurden, beträgt zwei Minuten.
Sie haben keine Zeit, sich anzuziehen oder Wertsachen zusammen zu packen.
Warnen Sie Ihre Mitbewohner.
Verlassen Sie sofort das Gebäude.
Rufen Sie die Feuerwehr erst an, wenn Sie im Freien sind.

Kennen Sie Ihren Fluchtweg

Wenn Sie sich nicht im Voraus über Ihren Fluchtweg informiert haben, werden Ihre Überlebenschancen sehr gering sein.

Der Kinderfinder

Der Kinderfinder wurde von den Feuerwehren der Städteregion Aachen entwickelt. Ihn und weitere Erklärungen gibt es hier

 


BRANDURSACHEN

Elektrische Geräte

Fast jeder vierte Brand in Privathaushalten entsteht durch elektrische Haushaltsgeräte. Besondere Gefahren gehen dabei von Heizgeräten, Heizkissen, Heizdecken, Bügeleisen und Kühlschränken aus. Der Stand-by-Modus bei TV-Geräten oder HiFi-Anlagen erhöht zusätzlich die Brandgefahr.

Küche

Eine Brandursache ist auch die nicht abgeschaltete Herdplatte, auf der noch ein Topf steht bzw. sich Plastik oder Küchentuch entzünden. Vergessene Brötchen im Backofen sind eine weitere Gefahrenquelle.

Feuerstellen und Heizgeräte

Kamine, Öfen und Heizstrahler sind oftmals der Ausgangspunkt von Bränden. Die starke Aufheizung der Umgebung wird hierbei oft unterschätzt.

Weihnachten/Silvester

Weihnachtsbäume und Adventskränze können sich explosionsartig entzünden. Umgefallene Kerzen und das Silvesterfeuerwerk sind ein immer wieder unterschätztes Gefahrenpotenzial.

Rauchen/Unachtsamkeit

Abgesehen von der Zigarette im Bett sind auch unachtsam weggeworfene Streichhölzer, nicht ausgeglühte Asche oder heruntergefallene Kippen Ursachen für viele Haushaltsbrände.

Spraydosen

Im erhitzten Zustand sind sogar leere Spraydosen Sprengkörper. Unabhängig vom Doseninhalt gehören sie weder in die Sonne noch in die unmittelbare Nähe von Öfen und Heizkörpern.

Brennbare Flüssigkeiten

Benzin, Heizöl, Lösungsmittel, Alkohol, Lacke und andere leicht entzündliche Flüssigkeiten stellen immer ein erhöhtes Brandrisiko dar.


RAUCHMELDER RETTEN LEBEN

In Nordrhein-Westfalen gilt gemäß § 49 der Landesbauordnung eine Pflicht zur Installation von Rauchwarnmeldern in Wohnungen. Seit dem 01.01.2017 sind alle Wohnungen (Neubauten und auch Bestand) mit Rauchwarnmeldern auszustatten. Die Rauchwarnmelder sind durch den Eigentümer zu beschaffen. Die Betriebsbereitschaft hat der Nutzer der Wohnung (Mieter bzw. Eigentümer) sicherzustellen.

Innerhalb von Wohnungen müssen sämtliche Schlafzimmer, Kinderzimmer sowie Flure mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden.

Vorbeugender Brandschutz mit Rauchmeldern

Die Feuerwehrstatistiken belegen, dass nach Ausbruch eines Brandes im Durchschnitt vier Minuten zur Flucht verbleiben. Ein Rauchmelder warnt rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchkonzentrationen gebildet haben und hilft so, lebenswichtige Fluchtsekunden zu sichern. Aus diesem Grund haben sich Rauchmelder als Lebensretter und wesentlicher Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes bewährt.

Kleine Helfer mit großer Wirkung

Die Lebensrettenden Rauchmelder sind kaum größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. Achten Sie beim Kauf von Rauchmeldern auf das VdS-Prüfzeichen. Das VdS-Zeichen garantiert, dass die Rauchmelder nach der prEN ISO 12239 geprüft sind, zuverlässig Rauch erkennen und eine frühe Alarmmeldung sicherstellen. Rauchmelder sollten batteriebetrieben sein, um auch bei Stromausfall zu funktionieren. Bevor die Batterie ausgetauscht werden muss, ertönt ca. 30 Tage vorher ein Warnsignal.

Funktion


INSTALLATION

Rauchmelder lassen sich einfach mit den mitgelieferten Schrauben und Dübeln montieren. Für einen Mindestschutz gilt als Faustregel: ein Rauchmelder im Flur pro Etage sowie in den Schlafzimmern udn Kinderzimmern. Ganz nach Wohnsituation ist mit zusätzlichen Rauchmeldern ein optimal erweiterter Schutz zu erreichen. Bei Anbringung in Küche und Bad kann es durch Wasserdampf zu unerwünschten Fehlalarmen kommen.

Ein Zimmer

3-Zimmer-Wohnung

Ein- oder Mehrfamilienhaus


Vernetzung von Rauchmeldern

Um eine Alarmierung nicht nur eines einzigen Zimmers zu gewährleisten, können mehrere Rauchmelder über einzelne Stockwerke hinweg per Kabel vernetzt oder über Funk drahtlos miteinander verbunden werden. Auch die Ansteuerung eines automatischen Telefonwählgerätes zur Alarmweiterleitung z. B. auf das eigene Handy, zum Nachbarn oder zu einem Sicherheitsdienst können Sicherheitssysteme bei Einsatz einer entsprechenden Zentrale leisten.