Großübung der Jugendfeuerwehr Eschweiler
Kurz vor dem Ende der diesjährigen praktischen Übungssaison wartete auf die Mitglieder unserer Jugendfeuerwehr noch einmal eine ganz besondere Herausforderung. Was für die Jugendlichen zunächst wie ein ganz normaler Übungsabend am Freitagabend in ihrer jeweiligen Jugendgruppe begann, entwickelte sich schnell zu einer großen gemeinsamen Übung.
Denn von der geplanten Großübung wussten unsere Nachwuchsbrandschützer im Vorfeld nichts. Statt des üblichen Dienstabends machten sich die einzelnen Jugendgruppen auf den Weg zum Gelände der Spedition Hintzen. Dort hatte unser stellvertretender Stadtjugendwart Kevin Cosslar gleich zwei umfangreiche Übungsszenarien vorbereitet.
Beim ersten Szenario wurden die Jugendgruppen Dürwiß, Bohl und Stadtmitte mit einem angenommenen Brand in einer Werkstatthalle konfrontiert. Zusätzlich wurden mehrere Personen innerhalb des Gebäudes vermisst. Nach der Erkundung gingen mehrere Trupps unter Atemschutz in die Halle vor. Während ein Teil der Jugendlichen die Brandbekämpfung einleitete, machten sich weitere Trupps auf die Suche nach den vermissten Personen. Nach und nach konnten mehrere Personen aus dem Gebäude gerettet, ins Freie gebracht und dort an den bereitstehenden Rettungsdienst übergeben werden.
Doch nicht nur ein Brandeinsatz wartete an diesem Abend auf unseren Feuerwehrnachwuchs. Für die Jugendgruppen Kinzweiler, Weisweiler und Stadtmitte wurde ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Gefahrgut-LKW angenommen. Mehrere Personen waren in den beteiligten Fahrzeugen eingeschlossen. Erschwerend kam hinzu, dass der Tank des LKW bei dem Unfall beschädigt worden war und ein Gefahrstoff austrat.
Auch hier gingen mehrere Trupps unter Atemschutz vor. Zum Schutz vor dem angenommenen Gefahrstoff kamen zusätzlich Schutzanzüge zum Einsatz. Die Jugendlichen kümmerten sich um die Rettung der eingeschlossenen Personen, die anschließend ebenfalls an den Rettungsdienst übergeben wurden. Parallel musste der beschädigte Tank abgedichtet und damit der weitere Austritt des Gefahrstoffes gestoppt werden.
Natürlich trugen unsere Jugendlichen keine richtigen Atemschutzgeräte während der Übung. Hier konnten wir auf deutlich leichtere Attrappen zurückgreifen, die durch die Jugendwarte gebaut worden sind.
Bei beiden Übungsszenarien konnten unsere Jugendlichen zeigen, was sie während der zahlreichen Dienstabende in ihren Jugendgruppen gelernt haben. Von der Menschenrettung über die Brandbekämpfung bis hin zum Vorgehen bei einem Gefahrstoffaustritt wurden viele verschiedene Bereiche der Feuerwehrarbeit gefordert. Beide Szenarien wurden von den eingesetzten Jugendgruppen sehr gut abgearbeitet.
Zum Abschluss versammelten sich alle Jugendlichen und ihre Betreuer noch einmal gemeinsam. Unser stellvertretender Stadtjugendwart Kevin Cosslar, der die Großübung geplant und vorbereitet hatte, bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und den gelungenen Übungsabend.
Auch unser stellvertretender Leiter der Feuerwehr Stefan Preuß richtete einige Worte an unseren Feuerwehrnachwuchs. Er bedankte sich bei den Jugendlichen für ihren Einsatz und ihr Engagement, aber natürlich auch bei den Jugendwarten und Betreuern, die mit viel Zeit und Arbeit die regelmäßigen Übungsdienste und Veranstaltungen unserer Jugendfeuerwehr überhaupt erst möglich machen.
Ein besonderer Dank geht an die Spedition Hintzen. Durch die Bereitstellung des Firmengeländes und der dortigen Möglichkeiten konnte unseren Jugendlichen ein abwechslungsreicher und vor allem möglichst realistischer Übungsabend geboten werden.
Vielen Dank für die Unterstützung!

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