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      „Gemeinsam stark“ beim Katastrophenschutztag 2026 in Eschweiler

      Am vergangenen Samstag, 12. September 2026, stand die Eschweiler Innenstadt ganz im Zeichen des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes. Unter dem Motto „Gemeinsam stark“ fand bei uns in Eschweiler der mittlerweile 7. landesweite Katastrophenschutztag Nordrhein-Westfalen statt. Gemeinsam hatten das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, die StädteRegion Aachen und die Stadt Eschweiler zu dieser Großveranstaltung eingeladen. Von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr präsentierten sich zahlreiche Organisationen und Behörden auf dem Markt und in weiten Teilen unserer Innenstadt. Natürlich waren auch wir als Feuerwehr Eschweiler mit zahlreichen Einsatzkräften, Fahrzeugen und Angeboten vertreten.

      Seit 2021 führt das Innenministerium NRW gemeinsam mit wechselnden Partnerkommunen die landesweiten Katastrophenschutztage durch. Ziel ist es, die Bevölkerung über den Katastrophenschutz, die persönliche Vorsorge und das richtige Verhalten in außergewöhnlichen Gefahrenlagen zu informieren. Gleichzeitig erhalten die beteiligten Organisationen die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen und für ein ehrenamtliches Engagement zu werben. In den vergangenen Jahren besuchten durchschnittlich rund 5.000 Menschen die jeweiligen Katastrophenschutztage. Nach Bonn, Krefeld, Dortmund, Paderborn, Coesfeld und Siegen fiel die Wahl für die siebte Auflage in diesem Jahr auf unsere Heimatstadt Eschweiler.

      Und so verwandelte sich die Innenstadt bereits in den frühen Morgenstunden in eine große Ausstellungs- und Aktionsfläche. Neben der Feuerwehr waren mit dem Technischen Hilfswerk (THW), Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutschem Roten Kreuz (DRK), Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johannitern und Maltesern alle sieben im Katastrophenschutz des Landes tätigen Organisationen vertreten. Hinzu kamen unter anderem das Innenministerium NRW, die StädteRegion Aachen, das Ordnungsamt der Stadt Eschweiler, der Deutsche Wetterdienst, die Bundeswehr sowie weitere Einrichtungen und Organisationen.

      Gerade für Eschweiler hat das Thema Katastrophenschutz eine besondere Bedeutung. Spätestens die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat uns allen eindrucksvoll gezeigt, wie schnell eine außergewöhnliche Lage entstehen und das Leben einer ganzen Stadt verändern kann. Aber auch Starkregenereignisse, langanhaltende Hitzeperioden oder große Wald- und Vegetationsbrände der vergangenen Jahre zeigen, wie wichtig ein funktionierender Katastrophenschutz ist. Ebenso wichtig ist jedoch eine Bevölkerung, die über mögliche Gefahren informiert ist und weiß, wie sie sich im Ernstfall verhalten und selbst vorsorgen kann.

      Für uns als Feuerwehr Eschweiler war deshalb von Beginn an klar, dass wir uns bei einem landesweiten Katastrophenschutztag in unserer eigenen Stadt umfangreich beteiligen möchten. Und so waren zahlreiche unserer Kameradinnen und Kameraden über den gesamten Tag verteilt in der Innenstadt im Einsatz.

      Mit einem großen Informationsstand präsentierte sich unsere aktive Wehr. Hier konnten sich die Besucher über die Arbeit der Feuerwehr Eschweiler, unsere unterschiedlichen Aufgaben sowie die Möglichkeiten zur Mitarbeit in unserer Freiwilligen Feuerwehr informieren. Direkt daneben und ebenfalls mit einem eigenen Informationsstand vertreten war unsere Jugendfeuerwehr. Viele Gespräche mit interessierten Kindern und Jugendlichen, aber auch mit deren Eltern, drehten sich dabei natürlich um die Frage, wie man eigentlich Mitglied der Jugendfeuerwehr wird und was unsere Jugendlichen während ihrer Dienstabende alles erleben und erlernen.

      Natürlich darf bei einer Feuerwehrveranstaltung auch die Technik nicht fehlen. Drei unserer Löschfahrzeuge standen für die Besucher zur Besichtigung bereit. Für viele Kinder gehörte dabei sicherlich der Blick in ein echtes Feuerwehrauto zu den Höhepunkten des Tages. Aber auch zahlreiche Erwachsene nutzten die Gelegenheit, einmal etwas genauer hinzuschauen und sich von unseren Einsatzkräften die umfangreiche Beladung und die Einsatzmöglichkeiten der Fahrzeuge erklären zu lassen. Hier entstanden über den gesamten Tag viele interessante und gute Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern.

      Selbst Hand anlegen konnten die Besucher an unserem Firetrainer. Unter fachkundiger Anleitung unserer Einsatzkräfte durfte hier der Umgang mit einem tragbaren Feuerlöscher ausprobiert werden. Insbesondere bei den zahlreichen Kindern kam dieses Angebot hervorragend an. Gleichzeitig konnten wir ganz praktisch zeigen, wie ein Feuerlöscher richtig eingesetzt wird und worauf bei einem Entstehungsbrand geachtet werden sollte. Theorie ist wichtig – vieles bleibt aber noch besser im Gedächtnis, wenn man es einmal selbst ausprobieren durfte.

      Mitten auf dem Markt war zudem der Info-Cube aufgebaut und durchgehend mit Personal besetzt. Auch hier standen unsere Einsatzkräfte für Fragen rund um Feuerwehr, Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz zur Verfügung. Gerade die zentrale Lage sorgte dafür, dass sich im Laufe des Tages viele Gespräche entwickelten und zahlreiche Besucher bei uns vorbeischauten.

      Dass Katastrophenschutz vor allem Teamarbeit bedeutet, wurde an diesem Tag aber nicht nur an den zahlreichen Informationsständen deutlich. Besonders anschaulich zeigte sich dies bei zwei gemeinsamen Übungen von Feuerwehr und THW in der Neustraße. Angenommen wurde jeweils ein Verkehrsunfall, bei dem eine Person aus einem verunfallten Pkw gerettet werden musste. Feuerwehr und THW zeigten gemeinsam die Möglichkeiten der Technischen Hilfeleistung und demonstrierten den zahlreichen Zuschauern, wie eng die unterschiedlichen Organisationen im Einsatz zusammenarbeiten können. Vom Sichern des Fahrzeuges über den Einsatz technischer Geräte bis hin zur eigentlichen Rettung der Person konnten die Besucher die einzelnen Arbeitsschritte unmittelbar verfolgen.

      Ein weiteres Highlight steuerte unsere Jugendfeuerwehr bei. In der Marktstraße zeigten unsere Nachwuchskräfte bei einer praktischen Löschübung, was sie bereits während ihrer regelmäßigen Dienste gelernt haben. Schläuche ausrollen, eine Wasserversorgung aufbauen und anschließend gemeinsam einen Löschangriff vornehmen: Unsere Jugendlichen zeigten eindrucksvoll, dass Feuerwehrwissen und Teamarbeit schon lange vor dem Eintritt in die aktive Wehr beginnen.

      Unsere Jugendfeuerwehr war jedoch nicht nur auf der Straße aktiv. Auch auf der großen Hauptbühne auf dem Markt standen einige unserer Nachwuchskräfte im Mittelpunkt. Bei Interviews berichteten die Jugendlichen selbst über ihre Erfahrungen und ihre Zeit in der Jugendfeuerwehr. So konnten die zahlreichen Besucher aus erster Hand erfahren, was die Mitgliedschaft ausmacht und warum sich junge Menschen bereits frühzeitig ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagieren.

      Praktisch wurde es auf der Hauptbühne ebenfalls. Gemeinsam führten Mitglieder unserer Jugendfeuerwehr ein Reanimationstraining durch. Damit wurde ein weiteres wichtiges Thema in den Mittelpunkt gerückt: Im Notfall kann jeder helfen. Gerade bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute und eine frühzeitig begonnene Herzdruckmassage kann entscheidend sein. Dass auch unsere Jugendfeuerwehrangehörigen bereits wissen, was in einer solchen Situation zu tun ist, konnten sie vor großem Publikum unter Beweis stellen.

      Besonderen Besuch gab es im Laufe des Tages ebenfalls. NRW-Innenminister Herbert Reul besuchte den Katastrophenschutztag und informierte sich gemeinsam mit Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier und unserem Bürgermeister Patrick Nowicki über die Arbeit der beteiligten Organisationen. Natürlich führte ihr Weg dabei auch zu zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzkräften. Daneben konnten wir viele weitere Vertreter aus Politik, Verwaltung und Katastrophenschutz in Eschweiler begrüßen. Hierzu gehörten Vertreter aus der Landes- und Kommunalpolitik sowie aus der StädteRegion Aachen, der Landes- und Bezirksregierung und des Verbandes der Feuerwehren in NRW. Ebenso waren zahlreiche Führungskräfte und Vertreter von Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus ganz Nordrhein-Westfalen nach Eschweiler gekommen.

      Für unsere Kameradinnen und Kameraden bot sich dadurch auch abseits des eigentlichen Veranstaltungsprogramms immer wieder die Möglichkeit zum fachlichen Austausch. Katastrophenschutz funktioniert schließlich nicht innerhalb der Grenzen einer einzelnen Organisation oder Kommune. Gerade größere Schadenslagen machen eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Behörden und weiterer Fachdienste notwendig. Viele bekannte Gesichter trafen sich deshalb an diesem Samstag in Eschweiler wieder – und ebenso viele neue Kontakte konnten geknüpft werden.

      Auch organisatorisch waren wir an diesem Tag umfangreich eingebunden. Für die gesamte Veranstaltung stellten wir die Gesamt-Einsatzleitung. Hierzu waren unter anderem unser Abrollbehälter Einsatzleitung (AB-EL) sowie unser Abrollbehälter Versorgung (AB-Versorgung) eingesetzt. Von dort aus konnten die feuerwehrseitigen Maßnahmen koordiniert und für den Fall eines tatsächlichen Einsatzes die notwendigen Strukturen vorgehalten werden. Denn bei aller Ausstellung und allem Programm musste natürlich auch sichergestellt sein, dass bei einer realen Einsatzlage jederzeit schnell reagiert werden konnte.

      Das Motto „Gemeinsam stark“ passte somit hervorragend zu diesem Tag. Denn genau davon lebt der Katastrophenschutz: von einer guten Zusammenarbeit der unterschiedlichen Organisationen und Behörden, von gut ausgebildeten haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften und nicht zuletzt von einer Bevölkerung, die informiert und vorbereitet ist. Mehr als 80 Prozent der Einsatzkräfte im Katastrophenschutz Nordrhein-Westfalens engagieren sich ehrenamtlich. Der Katastrophenschutztag bot deshalb nicht nur die Möglichkeit, Technik und Einsatzmöglichkeiten zu zeigen, sondern insbesondere auch die Menschen vorzustellen, die hinter den Organisationen stehen.

      Für uns als Feuerwehr Eschweiler war der Katastrophenschutztag aber vor allem eine hervorragende Gelegenheit, mit den Menschen unserer Stadt ins Gespräch zu kommen. Viele Bürgerinnen und Bürger besuchten unsere Informationsstände, schauten sich die Fahrzeuge an, stellten Fragen oder berichteten von eigenen Erfahrungen. Ebenso wertvoll waren die zahlreichen Gespräche mit den Kameradinnen und Kameraden des THW und den Angehörigen der anderen Hilfsorganisationen. Denn auch wenn auf Fahrzeugen unterschiedliche Namen und Zeichen stehen: Im Einsatz verfolgen wir alle dasselbe Ziel – Menschen in Not schnell und professionell zu helfen.

      Nach sieben abwechslungsreichen Stunden endete am späten Nachmittag ein außergewöhnlicher Veranstaltungstag in unserer Innenstadt. Hinter unseren Einsatzkräften lagen zu diesem Zeitpunkt viele Stunden Vorbereitung, Aufbau und Veranstaltungsdienst. Die vielen interessierten Besucher, die zahlreichen Gespräche und die durchweg positive Resonanz machten diesen Aufwand jedoch mehr als wett.

      Unser Fazit fällt deshalb eindeutig aus: Der 7. landesweite Katastrophenschutztag war für uns ein rundum gelungener und sehr erfolgreicher Tag. Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt. Wir konnten unsere Feuerwehr und insbesondere auch unsere Jugendfeuerwehr einer großen Öffentlichkeit präsentieren, viele interessante Gespräche führen, gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen praktische Einsatzarbeit zeigen und gleichzeitig wichtige Informationen rund um den Katastrophenschutz vermitteln.

      Ein besonderer Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr und unserer Jugendfeuerwehr, die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt waren. Ebenso bedanken wir uns beim THW und allen anderen beteiligten Hilfsorganisationen und Behörden für die hervorragende Zusammenarbeit.

      Und natürlich bedanken wir uns bei den vielen Besucherinnen und Besuchern, die den Weg in die Eschweiler Innenstadt gefunden, unsere Stände besucht, Fragen gestellt, mitgemacht und Interesse an unserer Arbeit gezeigt haben.

      Ein toller Tag für den Katastrophenschutz – und ein toller Tag für Eschweiler!

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