Extrem einsatzreicher Freitagabend


Um 18.47 Uhr wurde die Feuerwehr Eschweiler zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Autobahn 4 zwischen den Anschlussstellen Weisweiler und Eschweiler Ost alarmiert, wo es zum Zusammenstoß von mehreren PKW gekommen war. Hier mussten insgesamt 6 Personen medizinisch versorgt und anschließend in verschiedene Krankenhäuser transportiert werden. Dazu mussten – neben den Eschweiler Rettungsmitteln – Rettungswagen aus Stolberg und Würselen sowie Notärzte aus Aachen und Stolberg hinzugezogen werden. Die Kräfte der Hauptwache sowie des Löschzuges Weisweiler und der Logistikeinheit sicherten die Unfallstelle ab, streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab und leuchteten die Unfallstelle aus, nachdem alle Verletzten in verschiedene Krankenhäuser transportiert worden waren. Die Arbeiten der insgesamt 30 Feuerwehrleute dauerte bis 22.30 Uhr an; danach blieb die Autobahn noch länger komplett gesperrt, da eine Spezialfirma mit der Reinigung der Autobahn beauftragt werden musste. Zu erwähnen wäre noch, dass die anrückenden Einsatzkräfte massiv bei der Anfahrt behindert wurden, da keine Rettungsgasse gebildet wurde, bzw. nach dem Passieren von einzelnen Fahrzeugen diese wieder geschlossen wurde. Fotos  zu diesem Einsatz finden Sie hier.

Bereits während des Autobahneinsatzes kam es um 20.28 Uhr auf der Dürwisser Straße zu einem Frontalzusammenstoß von zwei PKW, bei dem eine Person verletzt wurde. Hierzu rückten 18 Einsatzkräfte der Hauptwache sowie des Löschzugs Dürwiß aus, um die Unfallstelle abzusichern und auszuleuchten sowie ausgelaufene Betriebsstoffe aufzunehmen. 

Um 20.34 Uhr rückte der Löschzug Bohl mit 7 Kameraden zur Dechant-Deckers-Straße aus, wo 3 Personen im Wohnzimmer einer Wohnung eingeschlossen waren. Aufgrund eines defekten Schloßkastens der Wohnzimmertür konnte diese nicht mehr geöffnet werden. Die Feuerwehr verschaffte sich mittels Leiter einen Zugang zur Wohnung, brach den Schloßkasten auf und befreite die Personen. Aufgrund der Paralleleinsätze waren inzwischen auch dienstfreie hauptberufliche Kräfte zur Besetzung der Feuerwache nachalarmiert worden. 

Nachdem kurz alle Einheiten wieder in ihren Standorten waren, meldete eine Anwohnerin der Grachtstraße eine starke Rauchentwicklung aus dem Gebäude Nr. 25 und Personen an den Fenstern, so dass von der Einsatzzentrale – unter dem Stichwort „Feuer SOS“ – die Hauptwache sowie die Löschzüge Stadtmitte, Weisweiler, Bohl und die Logistikeinheit alarmierte. Die rund 40 Einsatzkräfte fanden ein Feuer im Innenhof des Gebäudes vor, welches mit einem C- Rohr abgelöscht werden konnte. Rauch, der ins Gebäude eingedrungen war, wurde mittels Überdruckbelüftung beseitigt, so dass die Kräfte bereits gegen 23.30 Uhr den Einsatzort wieder verlassen konnten. Personen wurden hierbei nicht verletzt. 

Um 23.34 Uhr lief auf der Feuer- und Rettungswache der Alarm einer Brandmeldeanlage einer Firma an der Mariadorfer Straße auf, so dass die Hauptwache und der Löschzug Kinzweiler ausrückten. Gott sei Dank handelte es sich um einen Defekt an der Brandmeldeanlage, so dass die 17 Kräfte nur das Eintreffen der Servicefirma abwarten mussten. Der Einsatz konnte allerdings erst um 02.15 Uhr beendet werden, da die Reparaturarbeiten an der Anlage so lange dauerten. 

Fast parallel wurde um 23.45 Uhr erneut ein Feuer in der Grachtstraße mit hilferufenden Bewohnern gemeldet. Erneut wurde „Feuer SOS“ ausgelöst und diverse Kräfte alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte waren eine starke Rauchentwicklung zu sehen sowie Hilferufe aus dem Gebäude zu hören. Sofort wurden weitere Kräfte nachalarmiert, was letztlich zum Gesamtwehralarm der Feuerwehr Eschweiler führte. Zusätzlich wurden – neben 3 Eschweiler Rettungswagen – ein Notarzt sowie ein Rettungswagen aus Stolberg nachgefordert. Ebenso unterstützten ein Atemschutzgerätewagen aus Würselen sowie Kreisbrandmeister Bernd Hollands die Eschweiler Kräfte. Das Feuer, welches das komplette Gebäude verrauchte, wurde im Keller lokalisiert und mit 2 C-Rohren gelöscht. Insgesamt 12 Bewohner des Gebäudes wurden vom Rettungsdienst untersucht, brauchten jedoch nicht ins Krankenhaus transportiert zu werden. Nach dem Ablöschen des Feuers musste das komplette Gebäude mittels Überdruckbelüftung entraucht werden, so dass gegen 01.15 Uhr die Bewohner wieder in das Gebäude zurückkehren konnten. Die eingesetzten 65 Kräfte der Feuerwehr Eschweiler konnten um 01.30 Uhr in ihre Standorte zurückkehren.

Ein arbeitsreicher Abend für die gesamte Eschweiler Wehr !

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