Historie


Der Löschzug 31 – Dürwiß blickt auf eine über 100 jährige Geschichte zurück. Er wurde am 2. August 1902
gegründet, als Folge der Umsetzung einer Polizeiverordnung der Königlichen Regierung zu Aachen vom 26. Oktober 1900, wonach Orte mit mehr als 500 Einwohnern verpflichtet waren eine Feuerwehr aufzustellen. Um der Bildung einer Pflichtfeuerwehr zu entgehen versammelten sich unter Leitung von Bürgermeister Wilhelm Hommelsheim eine Schar Männer um den Grundstein der Freiwilligen Feuerwehr Dürwiß zu legen.

Überliefert ist, dass das 25 jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Dürwiß im Jahre 1927 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ca. 25.000 Menschen an den Festtagen die Veranstsaltungen auf der Festwiese besuchten. Im Anschluss erlebte die Wehr einen deutlichen Anstieg der Mitgliederzahlen.

Durch das neue Feuerwehrlöschgesetz wurde die Wehr 1934 als Löschzug I Dürwiß in die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Dürwiß integriert. Das Amt Dürwiß umfasste damals die Gemeinden Dürwiß, Pützlohn, Erberich (LZ II), Frohnhoven-Langendorf (LZ III) und Laurenzberg-Lürken (LZ IV).

Ihre Leistungsfähigkeit stellte die Feuerwehr Dürwiß bei zahlreichen Einsätzen unter Beweis. Auch über die Ortsgrenzen hinaus genießt der Löschzug ein hohes Ansehen. Auch die Ausrüstung konnte über die Jahre stetig verbessert werden. So ist überliefert, dass bereits im Jahre 1952 alle Feuerwehrangehörigen mit einheitlichen Uniformen ausgestattet waren und genügend Schlauchmaterial vorhanden ist. 7 Jahre nach Kriegsende war der Löschzug I wieder zu 100 Prozent einsatzbereit. Dennoch waren auch in diesen 7 Jahren Großbrände von Scheunen und im Tagebau zu löschen.

Das 50 jährige Stiftungsfest konnte mit großem Erfolg und Feuerwerk erst 1953 gefeiert werden, da im Jahre 1952 das Feuerwehrgerätehaus mit viel Eigenleistung erweitert und renoviert wurde, so dass den Kameraden keine Zeit zur Vorbereitung des Festes blieb.

Am 24. Oktober 1963 konnte der Löschzug ein neues Löschgruppenfahrzeug LF16 mit 800 Liter Wassertank und 3 schweren Atemschutzgeräten (heute umluftunabhängigen Atemschutzgeräten) im feierlichen Rahmen eines Fackelzuges in Dienst stellen.

Die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages 1971 am 26. und 27. Juni 1971 führte 14 Feuerwehren aus dem Kreis Jülich nach Dürwiß. Am sonntäglichen Festumzug beteiligten sich 800 Feuerwehrangehörige. Auch die große Fahrzeugaustellung bot den zahlreichen Besuchern einen Einblick in die vielfältige Feuerwehrtechnik.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung durch das Aachen-Gesetz vom 2. Dezember 1971 erfolgte die Eingliederung des Amtes Dürwiß an die Stadt Eschweiler mit Wirkung zum 1. Januar 1972. Damit verbunden war auch die Integration der Amtswehr Dürwiß in die Gesamtwehr der Freiwilligen Feuerwehr Eschweiler als Löschzug 31 - Dürwiß.

Die Integration in die Feuerwehr erfolgte innerhalb kurzer Zeit problemlos. Auch die Ausstattung der Wehr mit Gerät - ein neues Löschfahrzeug LF 16-TS wurde im Jahr 1983 in Dienst gestellt, 1984 folgte ein TLF 16/25 - und einem Neubau 1988 des jetzigen Feuerwehrgerätehauses an der Nagelschmiedstr. zeigten keine Veränderung in Bezug auf die Wichtigkeit einer gut funktionierenden Feuerwehr für eine Kommune.

Die Gründung der Jugendfeuerwehr Dürwiß im Jahre 1995 stellte die Nachwuchsarbeit auf solide Füße.

Das 100 jährige Gründungsfest wurde vom 14. bis 16. Juni 2002 gefeiert. Neben Festkommers am Freitagabend folgte Galaabend unter dem Motto karibische Nacht. Ein Umzug rundete die dreitägige Feier am Sonntag mit zahlreichen Teilnehmern ab.

Im Rahmen der Umsetzung des Brandschutzbedarfsplanes aus dem Jahre 2008 der Stadt Eschweiler wurde weiter in die Modernisierung der Fahrzeuge des Löschzuges 31 - Dürwiß investiert. So ersetzte 2009 ein LF10/6 das LF16-TS und 2012 ein LF20 das TLF16/25. Das LF20 hat als Sonderbeladung ein Schlauchboot mit Außenbord Motor sowie Eisrettungsausrüstung. Mehrere Mitglieder des Löschzugs absolvierten zusätzlich eine Ausbildung als Rettungsschwimmer.

Die Darstellung des Löschzugs 31 im Rahmen des 2015 neugestalteten Internetauftritts der Feuerwehr Eschweiler beschließt diesen historischen Überblick.